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Sepcys - Evolution of Fake
Geschrieben von: Dark   
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Sepcys - Evolution of Fake

VÖ: 16.06.2006

Habe ja bereits im Vorfeld der Veröffentlichung schon Gutes über das Brachial-Quintett Sepcys gehört, also war ich auch entsprechend gespannt als das Debüt-Album endlich in der Redaktion eintraf.

Um eine erste und sehr grobe Beschreibung zur Musik der fünf Ulmer abzuliefern bedarf es eigentlich nur eines Wortes: Metal! Was dann allerdings im Verlauf der Platte so alles an Einflüssen zum Vorschein kommt, kann sich wirklich hören lassen - eine riesige Palette unterschiedlichster Varianten wird hier verbraten: Von Nu-Metal über Hardcore und von Emo- bis Metalcore ist hier einfach alles vertreten. Apropos verbraten: Sepcys braten einem mit ihren bösartig-verzerrten Gitarren und den zornig-röhrenden Vocals so dermassen einen über, dass ich an dieser Stelle mal eine Warnung aussprechen möchte: Diese Musik ist möglicherweise nicht so sehr für den einen oder anderen psychisch weniger gefestigten Charakter im Strassenverkehr geeignet, da sie zu einer äusserst aggressiven und gefährlichen Fahrweise verleitet ...für alle anderen gilt: Es macht mal so richtig Spass diese Platte zu hören!

Da ich eingangs die Einflüsse erwähnt habe, scheint mir auch hier noch ein kleiner Nachtrag angebracht: Man kann sich die CD-Sammlung der Sepcys-Männer ungefähr vorstellen, wenn man an Bands wie Machine Head, Killswitch Engage, Biohazard oder auch an die guten alten Sepultura denkt - die Songs auf Evolution of Fake strecken einen erst einmal wie mit einem Vorschlaghammer nieder, und Sepcys fahren dann mit ihrem Sound noch das eine oder andere mal munter über einen drüber, ...nur um sicher wirklich zu gehen, dass man die Message auch verstanden hat. So muss das sein - mit diesem Album liefern die Fünf ein wirklich hartes Brett von Musik ab.

Bei dieser musikalischen Ausrichtung bekommt man ja ziemlich oft das Gefühl, dass sich alles irgendwie ähnlich anhört - aber Fehlanzeige, Sepcys verzichten erfreulicherweise darauf zu langweilen und als das hundertste Plagiat eines ziemlich strapazierten Genres durchgehen zu wollen. Ähnlich wie bei Soulfly werden die unterschiedlichsten Einflüsse intelligent verwertet, dadurch bleibt in der Essenz ein wirklich derber Sound (...das allerseits beliebte Gitarren-Brett mit wild wütenden Vocals), aber Sepcys schalten zwischendurch auch gerne mal einen halben Gang runter und mischen einfach einige klasse Breaks dazu. Bei einigen kurzen Passagen bilde ich mir sogar ein, einen Anflug von Ministry oder Rage Against The Machine heraus zu hören. Die Entscheidung, welche der zwölf Nummern ich zu meinem "Best Song Of The Record" erwähle, lasse ich daher jetzt einfach mal ausfallen. In der engeren Auswahl findet sich allerdings ganz sicher Inner Fear wieder ...klassischer Sepultura-Sound, an Bösartigkeit kaum zu überbieten und mit einem wunderbar schlichten Shoutalong-Refrain. Leck mich am Arsch, dass ist ein echter Partyhit für die Moshpit!

So hat jedes der Stücke auf Evolution of Fake seine kleinen stilistischen Eigenheiten zu bieten - der Opener Livin' Liveless oder auch der achte Song Pain sind einfach tough und verdammt gute Nummern, aber beide von ganz unterschiedlichem Kaliber. Deshalb kann man diesen Langspieler auch ohne Bedenken allen zornigen und tätowierten jungen Männern nur an's Herz legen. Getreu diesem Motto bleibt dann nur hier noch eines zusagen: Gelobt sei was hart macht...

Website: Sepcys

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Rating: 70%
 

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