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Lazuright - Silver Side Alien Zoo (EP)
Geschrieben von: Dark   
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Lazuright - Silver Side Alien Zoo (EP)

VÖ: 24.06.2006

Lazuright, ...ein sehr eigenwilliger Bandname, aber das sollte nicht vom Wesentlichen ablenken. Die Jungs aus dem baden-württembergischen Tuttlingen zeigen auf ihrer 5-Track-EP, dass sich Bands aus unseren Breitengraden keinesfalls mehr vor den amerikanischen Vorbildern verstecken müssen. Apropos Vorbilder: Wenn hier mal der Vergleich erlaubt ist - Lazuright kommen ganz klar nach dem Vater Josh Homme, seines Zeichens musikalischer Kopf der Queens Of The Stone Age. Wenn man sich dann diese EP anhört stellt man aber ziemlich schnell fest, dass sich die Sprösslinge nicht lange damit aufhalten, QOTSA zu kopieren, sondern einfach einen Schritt weiter gehen. Mr. Homme & Co. werden zwar von der Presse stets über den grünen Klee gelobt, aber ehrlicherweise sollte man doch einmal erwähnen, dass Alben wie Songs For The Deaf oder Lullabies To Paralyze zwar einige richtige Gassenhauer vorzuweisen haben, aber in der Gesamtheit betrachtet, dann doch wieder schwächer dastehen.

Und genau hier setzt Lazuright mit Silver Side Alien Zoo an: Fünf Songs mit einem geradezu gemeinen Hitpotential - sozusagen die Popdefinition von Stoner-Rock, denn die einzelnen Hooks setzen sich im Gehörgang fest und wollen dort einfach nicht mehr verschwinden! Nur um nicht missverstanden zu werden: Mit Pop ist hier nicht der übliche klingelton-kompatible Kinderkram von Viva oder MTV gemeint - Lazuright brettern mit ihren Stakkato-Riffs richtig tight nach vorn (Hello und Vanity Fair) und die einzelnen Nummern grooven dabei auch noch wie die Hölle (Monkey Circus)! Auf überflüssiges Seitengewichse wird verzichtet - statt dessen konzentriert man sich auf vier verdammt melodische Kopfnicker-Songs, die einfach nur auf den Punkt gespielt werden. Something Left wartet in der Strophe sogar mit einigen Linkin Park Anleihen auf, kehrt aber rechtzeitig zum Refrain wieder in die sandige Heimat des Wüstenrock zurück.

Einen Moment mal, und noch einmal kurz zurück zum Thema Wüste: Das waren doch jetzt erst vier Songs ...und was ist mit Track 5? Ganz einfach erklärt: Die letzte Nummer (No Place To Go) ist ein Akustik-Track, der mich musikalisch fast ein wenig an die Soundtracks des guten alten Ennio Morricone erinnert: Lazuright goes Italo-Western ...grossartige Idee! Diese EP ist einfach zu kurz, deshalb drückt man auch immer wieder gerne den Repeat-Button. Songs dieser Art sind mehr als nur verträglich - und deshalb gilt: Wenn Lazuright mal irgendwann in Deiner Gegend spielen, dann sattel Dein Pferd, Cowboy, und reite dorthin so schnell Du kannst...!

Website: Lazuright

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Rating: 70%
 

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