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NoiseDivision

Untergrund - Independents und Newcomer
Astairre
Geschrieben von: Dark   
Astairre
 
Auch wenn einige nicht wahr haben wollen: Punk kann ja so vielseitig sein - man muss die Sache nur richtig anfassen. Astairre sind Punk - soviel ist schon mal sicher - und wie man um klassische 1-2-3-4-Konzepte einen weiten Bogen macht, wissen sie wohl auch ziemlich genau. Astairre kommen übrigens aus Bottrop - ob das allerdings letzten Endes was zu bedeuten hat wird sich noch zeigen...

ImageDenn wirklich bekannt ist die Band noch nicht, nichtsdestotrotz hat das Trio bereits schon einige wirklich namhafte Clubs, wie das Magnet (Berlin), gerockt - und das auch ohne bei einem Label unter Vertrag zu sein. Mindestens ebenso essentiell ist aber, dass Astairre im Frühjahr ihre Debüt-EP Wir gehen unter - kommst du mit? veröffentlicht haben, und was man hier geboten bekommt lässt einen wirklich aufhorchen. Energie und Leidenschaft sind die magischen zwei Worte die dieses Debüt wohl am Besten beschreiben... Angefangen hat die Geschichte aber 2004 bei einem Treffen im Londoner Hyde Park, das mit dem Versprechen endete, gemeinsam eine Band zu gründen, um den Wahnsinn dieser Welt da draussen in Songs zu bündeln. Die Urheber dieses Paktes waren Gitarrist Philipp Kleinebrahm und Drummer Max Braun. Um dieses Projekt voll in Angriff nehmen zu können, suchte man nach der Rückkehr von der Insel gleich noch einen passenden Mitverschwörer namens Dominik Sutor, der fortan den Bass bedienen sollte. Astairre tauchten unter, um der gemeinsamen Vision die richtige Form zu geben. Songs wurden geschrieben, aufgenommen und danach hiess es die Bühnen der Republik zu beschallen. Leute zu bewegen, Fremde zu Freunden machen.

ImageEin Titel wie Wir gehen unter - kommst du mit? ist allerdings mehr als irreführend, denn mit Untergehen hat diese EP wahrlich nichts zu tun. Die Songs bestehen eher aus präzise gebündelter Energie - sehr viel Energie - und bescheren dem Hörer, rein textlich betrachtet, jede Menge tiefgreifender Momente ...literweise Herzblut. Emotionen werden bei Astairre überhaupt verdammt gross geschrieben, und Vergleiche mit Bands wie Muff Potter oder teilweise auch But Alive! werden sich Astairre wohl oder übel gefallen lassen müssen. Aber sein wir mal ehrlich: Welche Band würde sich hier nicht gleich einen Orden anstecken, wenn sie in einer Reihe mit einigen der wenigen begabten deutschsprachigen Kollegen genannt wird. Musikalisch hat das Trio ausser ihrer Punk-Attitüde auch noch eine gute Portion rotzigen Pop in seine fünf Stücke gepackt. Astairre verzichten dabei aber gerne auf stereotype Punkrock-Klischees und bewegen sich eher auf einem komplexeren Terrain wie beispielsweise At The Drive-In. Und trotzdem: Kein Song, ohne die eine oder andere Singalong-Passage, oder ohne einen Part der sich sofort im Gehör festsetzt und dort auch für immer stecken bleibt. Das ist ein Fakt, der umso mehr danach schreit, diese Band über jede verdammte Bühne der gesamten Republik zu jagen, um in allen - und ich meine in wirklich allen - die noch einen Funken Gefühl in sich haben, das Feuer wieder zu schüren. Astairre reissen einfach mit, und sie sind mit aller Leidenschaft unterwegs für die Beste aller Sachen.

Aber noch einmal zurück zum Anfang: Was hat also Bottrop hier zu bedeuten? Im Grunde nichts, denn was zählt, ist nicht wo man her kommt, sondern wohin einen der Weg letzt endlich führt. Und wenn man sich diese fünf Tracks so anhört, sieht es um die Zukunft von Astairre verdammt gut aus. In diesem Sinne: Feuer frei und mehr davon!
 
Bandmitglieder:
Philipp Kleinebrahm (Vocals / Guitar)
Dominik Sutor (Bass / Vocals)
Max Braun (Drums / Vocals)
 
Empfehlenswerte Songs:
Abschied vom Freund
Nägel mit Köpfen
Einundalles
Ein Hunger der mich frisst
So sieht es aus
 
Website:
Astairre
 
Label: Art Nouveau
 
And I Bleed
Geschrieben von: Dark   
And I Bleed

Österreich hat ja schon einiges an vielversprechenden Bands in Sachen breitbretternder Gitarrenmusik hervor gebracht. Aber ist was kommt als Nächstes? Genau dieser Gedanke spukte wohl auch 2003 in den Köpfen von Florian Kinslechner und Andreas Toifl herum. Also gründeten sie kurzerhand And I Bleed. Es folgte das übliche Prozedere: Stücke schreiben, proben, Live-Auftritte. Erst 2006 ging die Band mit einem 4-Track Demo an den Start. Ein erstes vorsichtiges Herantasten um die Chancen auszuloten? Ja, vielleicht, ...aber offenbar unnötig! Denn die vier Nummern auf dem Silberling verbieten sich jegliche Arten von Understatement.

ImageAnd I Bleed bewegen sich zwar im weitesten Sinne irgendwo zwischen Punk, Emo und Hardcore, aber auf sauber geglättete und leicht vorher sehbare Songs wartet man hier zum Glück vergebens. Innerhalb jedes einzelnen Songs lauert noch etwas anderes - zwar irgendwie hörbar, aber nicht ganz greifbar. Bands, die eine kleine musikalische Gradwanderung nicht scheuen, verleiht man dann gerne das Attribut Eigenständigkeit. Das Quartett hört sich in den besten Momenten sogar an wie der harte Bruder von Sunny Day Real Estate - halt mit verzerrt rotzenden Gitarren und klanglich alles ein wenig mehr Garage. Alle vier Tracks haben - im positiven Sinne - einen ungeschliffenen Charme, ohne dass man dabei aber auch nur einen Moment lang an eine schlechte Produktion denken könnte. Eher im Gegenteil: Die Lebendigkeit und Authenzität, die bei Studioaufnahmen leider viel zu oft auf der Strecke bleibt, haben die Jungs hier wunderbar konserviert. Stücke von solchem Kaliber entwickeln dann sich in der Regel Live zu echten Granaten! Hier gibt es jede Menge Screams & Harmonies. Neben straight rockenden Beats und Gitarrenbrettern, greift man auch gerne mal auf filigrane Parts und Pickings zurück. Alles im richtigen Verhältnis, alles auf den Punkt. Das hat einfach mehr Independent-Spirit als sich einige Leute vielleicht im ersten Moment vorstellen können. Mit dieser kleinen Vorstellung haben And I Bleed jedenfalls einen ziemlich gelungenen Einstand hingelegt...

Ähnliches haben sich in den vergangenen Jahren wohl auch schon andere gedacht: Wie sonst wäre es zu erklären, das die Jungs bereits mit Bands wie Millencolin, Tribute To Nothing, Phinus Gage oder auch Franky Lee zusammen gespielt haben? Keine Ahnung? Eben, ...genau darum! Die Arbeit am Debüt-Album, dass noch 2007 erscheinen soll, hat jedenfalls schon begonnen, und nach diesem Auftakt man darf wirklich gespannt sein, mit welchen Geschützen And I Bleed als nächstes auffahren. Eines dürfte aber ziemlich sicher sein: Die Band wird auch über die volle Distanz ihr Haus rocken.
 
Bandmitglieder:
Andreas Toifl (Vocals)
Florian Kinslechner (Guitar / Vocals)
Mats Steurer (Bass)
Mario Stengl (Drums)
 
Empfehlenswerte Songs:
Shouldn't I Feel Happy Now
And Sometimes It's Hard To Smile
Your're The Man
Last Goodbye
 
Website:
And I Bleed
 
Label: ----
 
Pink's Not Red
Geschrieben von: Dark   
Pink's Not Red
 
ImageMainz, wie es singt und ...rockt! Diese Stadt kann also auch anders. Mal was an Rande: Erinnert sich eigentlich noch jemand die musikalische TV-Quälerei Zum Blauen Bock, die vor etlichen Jahren als einer der grossen Strassenfeger galt? Neben dem berüchtigten und jahreszeitbedingten karnevalistischen Treiben, fällt mir ausser dem oben genannten Heinz-Schenk-Blockbuster nicht allzu viel in Sachen Musik aus dieser Region ein. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, denn mit dererlei stilistischen Entgleisungen hat man offenbar inzwischen in Rheinland-Pfalz halbwegs abgeschlossen. Pink's Not Red haben jedenfalls gute Chancen ihre Heimatstadt endgültig aus dieser musikalischen Sackgasse heraus zu katapultieren - und wenn's denn sein muss, machen das diese fünf Protagonisten auch im Alleingang ohne Label. Die neueste und möglicherweise effektivste Waffe in diesem Feldzug ist ihre EP Suited Royale (VÖ: 25.04.2007). Das sind sechs Songs gegen den schlechten Geschmack, sechs Songs als Hoffnungsträger für eine lautere Welt mit mehr Gitarren.
 
ImageSchon in den ersten Sekunden wird klar, dass hier mit Suited Royale ein gelungenes Stück in Sachen Alternative Rock produziert wurde, welches sich ganz sicher nicht vor den bekannten Vorbildern aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verstecken braucht. Eher im Gegenteil! Es geht hier um Songs, und zwar richtig gehend rockende Songs. Rotzig und mit dem nötigen Nachdruck vertritt die Band aus Mainz ihre Sache. Zu Pink's Not Red, die bereits seit Oktober 2000 die Lande unsicher machen und sich durch ihre Bühnenpräsenz im Laufe der Jahre eine stetig wachsende Anhängerschaft eroberten, kann man deshalb nur sagen: Gelernt ist gelernt - die harte Schule des Rock'n'Roll zahlt sich in diesem Fall aus: Ein bis zwei gute Melodien, mehrstimmige Vocals, ein straighter Beat und treibende Powerchords dienen den Jungs als solides Fundament für jeden einzelnen Track auf Suited Royale. Aber selbst mit diesem EP-Sixpack aus Alternative Krachern lassen es Pink's Not Red nicht einfach gut sein: In den Songs findet sich auch immer wieder eine gute Portion Punk, und dessen rohe Energie schiebt die Nummern dann noch einmal zusätzlich an. Am Ergebnis gibt es daher auch wirklich nichts zu bemängeln, denn wer bei einer Auswahl von gerade mal sechs Songs jedesmal einen sauberen Treffer landet, der hat wohl einfach alles richtig gemacht. Kurz gesagt: Eine wirklich empfehlenswerte Band, die man sich bei bietender Gelegenheit auf alle Fälle auch einmal Live anhören bzw. anschauen sollte.
 
Bandmitglieder:
Doelke (Vocals)
Gurp (Guitar / Vocals)
Joe (Guitar)
Stefan (Bass)
Simon (Drums)
 
Empfehlenswerte Songs:
Scream Fashioon Victim
One More Day
London 1954
Papercuts
Vision
Bye Bye To Dancing
 
 
Label: ----
 
The Elation
Geschrieben von: Dark   
The Elation
 
Das Umfeld der äusserst aktiven Musik-Szene in Chicago hat mal wieder einen neuen Spross hervor gebracht - sein Name: The Elation. Das Quintett aus Homewood, einem kleinen Ort 20km südlich von Chicago, spielt zwar gerade mal ein knappes Jahr zusammen, hat aber diese kurze Zeit offenbar gut genutzt. Nachdem ziemlich schnell das Chicagoer DIY-Label Delphine Records auf die Jungs aufmerksam wurde, entschloss man sich zur einer ersten Veröffentlichung mit dem schlichten Titel The Elation EP (VÖ: 07.11.2006). Die sechs Stücke, die man auf der dieser EP vorfindet, bewegen sich schon zielsicher auf den Pfaden solcher Bands wie Fall Out Boy, Brand New oder Taking Back Sunday - und das klingt soweit ja mal richtig vielversprechend.

ImageUnd Versprechen werden gehalten - zumindest bei The Elation: Tracks wie der Open Lifetime Would Make A Movie About This gewähren zunächst nur einen kleinen ersten Eindruck, lassen aber erahnen, wie viele schöne Melodien einen auf dieser Platte noch erwarten. Uptempo, straight gespielt und eine Stimme, die sich viel erwachsender anhört als sie in Wirklichkeit ist. Erinnert zum Teil ein wenig an die Over It oder auch an Stole Your Woman. Amtlicher Einstieg - mehr davon! Images Of A Novel setzt dem Ganzen noch einen drauf, und erhärtet den Verdacht, dass diese fünf Jungs ihre Hausaufgaben in Sachen zeitgenössischer Gitarrenmusik wirklich gemacht haben. Bei Aliens Part 1 legen The Elation tempotechnisch sogar noch einen Gang zu - und weil Geschwindigkeit allein ja nicht alles ist, und zuweilen eher unspektakulär sein kann - wird die Dynamik noch einmal richtig schön mit massenhaft Breaks heraus gearbeitet. Über mangelnde Abwechselung oder Ideenlosigkeit soll sich hier wirklich niemand beschweren können! Deshalb schiebt die Band auch gleich noch Aliens Part 2 hinterher: Und wieder schraubt man an der Spannungskurve. Noch ein kleines bisschen mehr, und auch noch ein kleines höher wollen sie. Das schaffen sie! Da geht noch was... Scheint so, als ob der erste Teil nicht ausreichend gewesen wäre, um alle Ideen angemessen zu verarbeiten. Den maximalen Output zu konservieren scheint eine der Prämissen der Band zu sein.

ImageMit dieser Einstellung im Kopf gelangt man schliesslich schon beim fünften Track der EP an: Tom Casso schiebt sich mit richtig Druck und Tempo an allen voran gegangenen Songs vorbei, und bremst schliesslich zur wunderbar zweistimmigen Bridge herunter, um beim Refrain voll durch zu starten. Habe ich eben schon über Dynamik geschrieben? Dann vergesst das mal ganz schnell: Das hier ist nämlich wirklich dynamisch! Rauf und runter. wie in einer Achterbahn... Die Zeit ist erschreckend schnell vergangen, weil jetzt schon der letzte Track beginnt. Ein untrügliches Zeichen für eine gute Zeit, die man mit einer guten Platte verbringt. Closer To Closure heisst die Nummer, und ja - genau dort befinden wir uns auch gerade. Hier wird der Hörer zum Schluss noch mit einem hymnenartigen Rausschmeisser belohnt. Keine Sorge: Dieser Song ist nicht für die Feuerzeug-Fraktion geschrieben worden, denn The Elation gestalten ihren (vorläufigen) Abschied mit einem wirklich energiegeladenen Hit! Dabei fällt mir wieder auf, dass das wirklich schöne an Tonträgern ja ist, dass man diese kleinen Dinger einfach immer wieder von vorne anhören kann ...zum Glück - alles andere käme in diesem Fall wohl auch fast einer Katastrophe gleich!

ImageEinen sehr schönen Einstand haben The Elation mit dieser EP gegeben. Obwohl man die Band - rein musikalisch betrachtet - ziemlich vorschnell einer sehr speziellen Hörerschaft zuordnen kann, verschaffen sich die Jungs gegenüber ihren zahlreichen Kollegen aus der emophilen Szene einen klaren Vorteil: Man findet auf der EP ausnahmslos positive Texte. Keine Klischees über Trennungen, Schmerz und ähnlich abgenudeltes Zeug. Hier geht es ausnahmsweise mal ums Leben - nicht ums Sterben. Der ganze pathetische Quatsch wird hier einfach beiseite gelassen. Ist eine solche Einstellung bei einer zumeist kajalgetränkten Zielgruppe schwarzgekleideter Teenager überhaupt möglich? Offenbar schon. Ist sie opportun? Wohl eher nicht. Allein dafür haben sich The Elation schon einige Extrapunkte bei der Gesamtwertung verdient. Über die sechs grossartigen Tracks der EP brauche ich wohl an dieser Stelle kein weiteres Wort mehr zu verlieren - die Songs sprechen beim Hören schon für sich selbst. Die Band definiert ihren Sound übrigens schlichterweise als "neuen Indie-Rock". Ein wirklich sympathisches und ganz sicher auch leicht ironisch gemeintes Understatement...

 
Bandmitglieder:
Kyle Fasel (Bass / Vocals)
Spencer Birkner (Guitar / Vocals)
Dan Pizzoferrato (Guitar / Vocals)
Ross Birkner (Synth / Keyboards)
Austin Neely (Drums)
 
Empfehlenswerte Songs:
Lifetime Would Make A Movie About This
Images Of A Novel
Aliens Part 1
Aliens Part 2
Tom Casso
Closer To Closure
 
Website:
The Elation
 
Label: Delphine Records
 
My Enemies 12 Mistakes
Geschrieben von: Dark   
My Enemies.12.Mistakes
 
Ziemlich eigenwilliger Name, den sich das Quintett aus Nienburg an der Weser da ausgesucht hat, aber das ist hier eigentlich sekundär. Viel interessanter ist dagegegen der Silberling, der in meinem CD-Player mit 200 bis 500 rpm rotiert, damit mir aus den Speakern fünf Tracks entgegen brüllen können. Das schöne an der EP Fight Yourself ist, dass es sich mal wieder um eine Split-CD handelt, was ich persönlich immer extrem spannend finde - ein kleiner Battle Of The Bands. Ein mehr oder weniger direkter Vergleich, zwischen oft extrem unterschiedlichen Kapellen, der dem Hörer häufig eine Menge Abwechselung verspricht.

ImageIn diesem Fall haben sich My Enemies.12.Mistakes hier mit Tomorrow Never Knows zusammen getan, um ein wenig Licht in die Ödnis der norddeutschen Provinz zu bringen und - wie bereits erwähnt - den Hörsaal richtig zu rocken. Schon der Opener The Torment To Find stimmt jeden Emo-Freund (wenn man das diesem Klientel unterstellen darf) durchaus gut gelaunt: Melodische Strophe, Screamo-Refrain und ein anständiges Tempo sind zwar nicht gerade ein weltbewegend neues Song-Schema, aber das Teil rockt einfach kompromisslos und geradeaus nach vorne. Bei I Still Hear Your Words wundert man sich anfangs eher über die ziemlich punkrocklastige Gitarre, aber spätestens zur Strophe ist die Nummer wieder zu 100% in der Spur. Die Jungs setzen in Sachen Melodie sogar jetzt noch einen drauf und geben ein lupenreines Emocore-Brett zum Besten, dass von einem wahnsinnig melodischen Refrain mit einer Killer-Hook gekrönt wird.

Falling In And Out besticht dagegegen eher durch die Wechsel zwischen Screams und melodischen Vocals - alles ein bisschen im Stil von Bands wie A Day To Remember oder ähnlichen Kandidaten, ...aber schlecht ist nun wirklich anders! Mit den letzten beiden Tracks Betty, Don't Drink And Drive! und Wrong Turn haken ME12M auch gleich noch die Themen "Power-Ballade" und "Hardcore" (mit leichtem Rock'n'Roll Einschlag!) ab. Eine wirklich schöne Mischung! Für eine Newcomer-Combo, die erst seit dem Sommer 2005 durch die Lande zieht, geben My Enemies.12.Mistakes hier jedenfalls einen richtig amtlichen Einstand, der die Musik nicht revolutioniert, aber dafür einfach richtig Spass macht. Und sollten sich die Jungs mit ihrem Tourbus einmal in den Süden verirren, ist ein Konzertbesuch ganz sicher Pflicht.

ImageEin wenig enttäuschend ist auf der Split-EP leider die zweite Nienburger Band Tomorrow Never Knows, die vier Songs lang eine ambitionierte Breitseite Metalcore mit einigen Hardcore-Anleihen abfeuern. Die Nummern klingen leider deutlich weniger ausgereift und variantenreich als die ihrer Mitstreiter von ME12M. Aber da die Oldschool- wie auch die Newschool-Brett-Fraktion einen festen Platz in meinem Herzen, und ohne Wenn und Aber, ihre Daseinsberechtigung hat, werte ich die Qualität des Songwritings jetzt mal als reine Geschmackssache. Viel störender ist eher die qualitative Kluft zwischen den Aufnahmen von TNK und ME12M. Das sind wirklich Welten, die sogar einem Lo-Fi-Homerecording-Freund wie mir ein bisschen Angst machen! Bei der Abmischung wurden leider einige Dezibel in Sachen Kompression verschenkt, die dem Sound die stilistisch bedingte und dringend benötigte Härte nehmen. Das kostet Tomorrow Never Knows natürlich bei einer Gegenüberstellung mit My Enemies.12.Mistakes zusätzliche Punkte in der Wertung. Aber TNK sind schliesslich bandtechnisch auch noch ein paar Monate jünger (Gründung Ende 2005), deshalb bin ich mir sicher, dass die Jungs beim nächsten Tonträger die Mischpult-Poties ähnlich kompromisslos bedienen werden wie ihre Gitarren...
 
Bandmitglieder:
Chris (Screams)
Linc (Bass / Screams / Melodic Vocals)
Jens (Lead Guitar)
Marc (Rhythm Guitar)
Olli (Drums / Melodic Vocals)
 
Empfehlenswerte Songs:
The Torment To Find
I Still Hear Your Words
Falling In And Out
Betty, Don't Drink And Drive!
Wrong Turn 
 
 
Label: ----
 
Atomic Garden
Geschrieben von: Dark   
Atomic Garden
 
Clermont Ferrand in der Auvergne ist ein ziemlich geschichtsträchtiges Fleckchen Erde. In dieser Gegend fanden z.B. vor über 2000 Jahren zwei grosse Schlachten zwischen den Römern und den Avernern statt, die wohl jeder Asterix-Leser kennt: Gergovia (1:0 Auvergne) und Alesia (Ausgleich Rom). Im Jahre 1095 wurde hier schliesslich noch vom damaligen Papst Urban II zum ersten Kreuzzug aufgerufen. Spätestens zur Zeit der Industrialisierung wurde es ein wenig ruhiger, aber nicht weniger spektakulär: Denn hier gründeten ein gewisser Aristide Barbier und sein Kollege Édouard Daubrée eine Fabrik für Kautschukprodukte und Landmaschinen, aus der sich dann die Reifenfirma Michelin entwickelte, die bis heute hier ansässig ist. Diese Stadt hat historisch also schon einmal echt was zu bieten, und das gilt auch für die kleine aber hochgradig aktive Musikszene...

ImageEin Teil dieser Szene sind Atomic Garden. Seit über fünf Jahren turnt das Quartett über die Bühnen der Heimat und inzwischen hat die Band mehr als 100 Konzerte auf dem Zähler, u.a. mit den englischen Kollegen von Ipanema (Ex Mega City Four). Musikalisch sind Atomic Garden zwar deutlich von Bands wie Samiam, Rival Schools, Seaweed oder Hot Water Music beinflusst, aber die Jungs verpassen ihrem Sound dann auch gleich noch eine stilistisch sehr eigene Note. Überraschende Tempo- und Rhythmuswechsel werden durch kleine, fast beiläufig wirkende, Gitarrenlinien ergänzt, während die Power-Chords für einen satten Grundsound sorgen. Dazu kommt dann noch der mehrstimmige Gesang, mit Melodien, die zum Teil an eine Mischung aus At The Drive-In und Dear Diary erinnern. Dadurch brettern die Songs mit ungestümer Energie nach vorn und wirken wie ein rauer Mix aus all diesen und ähnlich gelagerten Combos. Recht abwechselungsreich das Ganze - ungeschliffene Diamanten, die einen Live wohl schlicht und ergreifend wegblasen.

ImageNeben Veröffentlichungen auf diversen Compilations, einigen Split-CDs und einer EP (Radio Activity), erschien im Oktober 2004 das Debüt-Album Hellheaven. Fast auf den Tag genau zwei Jahre später, am 10.10.2006, haben Atomic Garden nun mit Reversing The Curse ihr zweites Album heraus gebracht. Was beim Vorgänger schon ansatzweise zu hören war, wurde hier konsequent fortgesetzt und weiter entwickelt: Auf dem aktuellen Album ist genau die bereits zuvor erwähnte Energie zu spüren, wie man sie hier ansonsten vielleicht von Bands wie z.B. Fire In The Attic kennt. Hier werden kompromisslos Punkrock und ein Hauch von Emo mit jeder Menge Melodien vereint, die den Hörer am Ende einfach mitreissen. Schon beim Opener Skeleton Key wird Vollgas gegeben, kurzer Break, danach eine fast screamo-mässige Gesangseinlage und zu guter Letzt noch ein paar rythmisch eingepasste Stakkato-Gitarren ...Sauber! Zur Abwechslung folgt dann mit Checkmate eine straighte Rocknummer. Never Healing Wounds erinnert mich dann schon ein bisschen an die guten alten Katzenstreik - oldschool geröhrter aber melodischer Punkrock.

ImageBei Universal Vendetta gibt's schliesslich noch eine einsilbige aber prägnante Shouter-Einlage, die beinahe dem Refrain den Rang abläuft. Einen Gang runter schalten Atomic Garden mit Reversed Side - entspannter Kopfnickerrock, der interessanterweise zusätzlich mit einem Helmet-Light-Riff garniert wird ...die acht darauf noch folgenden Stücke laufen übrigens ähnlich variantenreich ab! Insgesamt bietet das Album eine wirklich schöne Mischung, und immer wieder überrascht einen die Band auf dieser Platte mit einigen Kleinigkeiten, die sich sofort im Hirn festsetzen. Für alle Traditionalisten gibt es Reversing The Curse auch als Vinyl, auf der sich als Bonus-Track mit Gift sogar noch eine Cover-Version von Bob Moulds letzter Band Sugar findet. Ende Dezember und Anfang Januar steht bei den Jungs als nächstes eine England-Tour an, und im Anschluss daran folgen gleich noch einige Konzerte in Frankreich. Ist ja alles ganz nett, aber ich hoffe doch sehr, dass sich Atomic Garden dann auch in Zukunft irgendwann mal bei uns sehen lassen...
 
Bandmitglieder:
Arnaud (Guitar / Vocals)
Matthieu (Bass / Vocals)
René Alain (Guitar)
Loic (Drums)
 
Empfehlenswerte Songs:
Skeleton Key
Checkmate
Never Healing Wounds
Universal Vendetta
Reversed Side
Hundred Illusions
One World Stops Where Another Starts
Negative Part
Nine Postcards
Bitter Sweet Revenge
Downcast
Extended Network
Scorpion's Tale
Gift* (Bonustrack Vinyl)
 
Website:
Atomic Garden
 
 
Your Favorite Enemies
Geschrieben von: Dark   
Your Favorite Enemies
 
Normalerweise hört man einen Song, beginnt sich dann für die Band dahinter zu interessieren, und findet dabei vielleicht noch ein oder zwei interessante Facts heraus. Im Fall von Your Favorite Enemies ist aber speziell die Biographie von Frontmann Alex Foster ziemlich interessant, so dass man eher das Gefühl bekommt, dass es sich um das Drehbuch zu einem Film handelt.

ImageAber fangen wir mit der Musik an, und die schlechte Nachricht gleich vorweg: Von Your Favorite Enemies gibt es derzeit nur ein 5-Track-Demo, das man bestenfalls auf Anfrage in Kanada beziehen kann! Aber, um das Ganze ein wenig zu relativieren: Das Debüt-Album ist bereits in Arbeit, und die fünf Stücke sind vielleicht wie folgt zu kategorisieren: Zweistimmiger Alternative Rock der schnelleren Art, der aber mit so vielen stilistischen Feinheiten veredelt wird, dass er sich dadurch wieder vom Gros der Masse abhebt. Der stimmliche Kontrast und das Wechselspiel zwischen Alex und Isabel machen dabei einen wesentlichen Teil der Songs aus. Ein Unterschied wie Tag und Nacht - passt aber wie Topf und Deckel! Und es fällt wirklich schwer sich den extrem melodischen Gesangslinien der beiden zu entziehen. Auf der anderen Seite wäre da noch die Instrumentalabteilung, in der klassischen Formation mit Gitarre, Bass und Schlagzeug: Die liefern vorzugsweise schnelle straighte Beats, die meist von einer satten Gitarrenwand flankiert werden. Dazu einige wohlplatzierte Breaks, die zwischen durch mal ein wenig Tempo herausnehmen, um am Anschluss daran wieder die eine oder andere Stakkatogitarren-Salve abfeuern zu können. Your Favorite Enemies lassen in den Songs durchaus bewusst eine gute Portion Mainstream mit einfliessen, aber die fünf Tracks ziehen trotzdem ziemlich durch!

Your Favorite Enemies kommen aus Montreal. Alex Foster und Stephan Lemelin spielten bereits seit etlichen Jahren zusammen in anderen Bands. Die anfangs erwähnte Geschichte von Alex Foster ist aber wohl das Kernstück von Your Favorite Enemies, und spiegelt auch in den recht düsteren und reflektierenden Texte der Band wieder: Die Musik, Spiritalität und das Schreiben waren seit je her die Eckpfeiler seines Lebens.

ImageIn seiner Jugend trat er aber für gut fünf Jahre eher als sehr aktives Mitglied einer kanadischen rechtsradikalen Organisation in Erscheinung. Die Gründe dafür erscheinen wie aus dem Lehrbuch gegriffen: Schwierige Kindheit, häufige Schulwechsel, Probleme mit Autoritäten, Ablehnung, Orientierungslosigkeit, Aggression und Gewaltbereitschaft. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wie dieser wurde dadurch zum perfekten Familienersatz, und während dieser Zeit arbeitete er an den Publikationen dieser Organisation mit und spielte Konzerte in den einschlägigen Locations. Durch seine bemerkenswerten Fähigkeiten als Anwerber für neue Mitglieder, konnte Alex schnell in der rechten Hierarchie aufzusteigen und die Gewalt wurde nun zu seinem täglichen Begleiter. Irgendwann wurde dieser permanente Zustand allerdings auch für ihn gefährlich, und er begann sich selbst und seinen Weg zu hinterfragen. Erst als Alex 18 Jahre war, gelang es ihm, nicht zuletzt mit Hilfe seines Vaters, dem rechten Dunstkreis zu entziehen. Es folgte eine Phase der Isolation, in der Alex sich wieder auf seine frühere Spiritualität besann, und infolge dessen nun neue Werte sein Leben bestimmten.

Er wurde schliesslich Sozialarbeiter, und über seinen Beruf lernte er Stephan kennen. Beide verband die Liebe zur Musik und beide arbeiteten im gleichen Beruf. Alex und Stephan wurden aktiv bei der Bekämpfung sozialer Misstände und von Diskriminierung. Unter anderem engagierten sie sich ab diesem Zeitpunkt gemeinsam für Amnesty International und Artist Against Racism. Als die sogenannten - und inzwischen auch hier bekannt gewordenen - rechten "Schulhof-Projekte" in Kanada starteten, bei denen an Schüler CDs mit rechtsradikalen Musik verteilt werden, gründeteten sie die Organisation Rock N Rights.

ImageAus ihrer ersten gemeinsamen Band The Riddlers - die bereits das Fundament für Your Favorite Enemies begründete - ging nach einer musikalischen Richtungsänderung schliesslich im Jahr 2004 In This Life hervor. Der Kontakt zu dem Manager Bob Luthala (u.a. I Mother Earth, Edwin und Mobile) öffnete der Band neue Türen und resultierte schliesslich in der Umbenennung zu Your Favorite Enemies. Dem neuen Anfang unter neuem Namen folgten etliche Konzerte in Kanada und den USA, bei denen Your Favorite Enemies angeblich eine ziemlich energiegeladene Bühnenshow bieten. Inzwischen laufen ausserdem die Vorbereitungen zum ersten Album und der äusserst umtriebige Alex, hat - neben seinem bereits oben erwähnten, sozialem Engagement - sogar an einer Dokumentation über die recht Szene in Kanada mitgewirkt. Alex erzählte mir auch noch ein wenig über die Schwierigkeiten, mit denen alle Band noch bis vor kurzem in der Gegend von Montreal zu kämpfen hatten: Der Grossteil der Bevölkerung kann nämlich schlichterweise als hardcore-frankophil bezeichnet werden! Dadurch war es bisher für englisch singende Bands extrem schwierig überhaupt an Gigs zu kommen. Glücklicherweise ändert sich dies aber gerade, so dass sich für alle Anhänger der zweiten Landessprache die Auftrittsmöglichkeiten aktuell immens erhöhen.

Aber wie auch immer sich die Lage dort weiter entwickelt: Your Favorite Enemies sind jedenfalls eine ungewöhnliche Band mit einem extrem charismatischen Frontmann, die ich wirklich gerne mal Live sehen würde...
 
Bandmitglieder:
Alex Foster (Vocals)
Isabel Foster (Vocals)
Stephan Lemelin (Guitar)
Jeff Beaulieu (Guitar)
Ben Lemelin (Bass)
Charles Allicy (Drums)
 
Empfehlenswerte Songs:
Midnight's Crashing
No Time Left
I Might Be Wrong
Little Sister
Open Your Eyes
 
 
Label: Hopeful Tragedy Rrecords
 
Demerit
Geschrieben von: Herr Mueller   
Demerit
 
Das die Griechen immer für eine Überraschung gut sind, müsste inzwischen selbst der Letzte erkannt haben, als sie 2004 mal eben ganz nebenbei Europameister geworden sind! Na ja, Fussball ist so 'ne Sache für sich. Aber da gibt's ja bekanntlich Regeln, und eine davon ist, dass wenn einer den anderen foult, dies vom Unparteischen mit einer Verwarnung quittiert wird ...und damit wären wir dann auch schon beim eigentlichen Thema: Wenn man sich nämlich einfach an den amerikanischen Begriff für besagte Verwarnung hält, dann bekommt man einen Demerit! Mensch, was für 'ne Überleitung...

ImageDemerit ist eine vier Mann Combo aus Athen, und musikalisch wird hier feinster Emo-Poprock geboten, der sehr an Taking Back Sunday erinnert. Allerdings hat die Musik mit einer Verwarnung recht wenig zu tun, dann doch eher schon mit einer Vorwarnung: Denn die Songs strotzen nur so vor Melodien, Singalong-Refrains und mehrstimmigen Vocal-Parts. Einfach nur klasse! Die vier Freunde legen ganz sicher sehr viel Wert auf qualitatives Songwriting, sie haben die gleiche Vorstellung was die Musik betrifft und glauben einfach an das was sie machen ...und genau das hört man auch bei jeder einzelnen Note der Songs von Demerit heraus. Der Stil mag vielleicht ansich nicht neu sein, aber hier steckt auf jeden Fall eine Menge Herzblut drin.
 
Angefangen hat alles im März 2005, und schon ihre erste Live Performance war ein voller Erfolg. Gespielt wurde auf einem Festival, vor ca. 3500 Zuhörern, bei dem nur Schülerbands auftreten durften, die zuvor jeweils über diverse Vorausscheidungsrunden weiterkamen. Demerit war eine dieser Bands, und im Anschluss an diese Veranstaltung fand sich schliesslich einer ihrer Songs (Your Constellation) auf einem Sampler wieder, der als On-Pack der griechischen Zeitung Eleftherotipia rund 250.000 mal verkauft wurde!
 
ImageWeiter ging’s mit einem Auftritt beim grössten griechischen Musiksender Mad TV, der ebenfalls einen Bandcontest veranstaltete. Die vier jungen Herren gewannen zwar nicht den ersehnten Hauptpreis (einen Record Deal), kamen aber zumindest unter die Top 10! Ganz ohne Folgen blieb auch dieser Auftritt nicht, da hierdurch der Popularität der Band ein gehöriger Schub verpasst wurde: Schon im März 2006 wurden sie nicht nur zu einer der besten sieben Schulbands der Akropolis-Area gewählt, sondern durften auch auf der grössten Athener Indoorbühne Gagarin 205 performen.
 
In dieser Zeit nahmen sie auch ihre EP Road To California auf, die bis heute aber leider noch nicht veröffentlicht wurde, da Demerit bis dato noch kein Label gefunden haben - die EP ist aktuell aber zumindest über die Website der Band erhältlich. Neben der Band und der Musik widmen sich die einzelnen Mitglieder jeweils ihrem Studium, wobei ihr grösster Traum der ist, irgendwann einmal mit als Musiker ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich für meinen Teil, wünsche es ihnen von ganzem Herzen - weil junge Bands wie Demerit einfach immer wieder eine Bereicherung für die Musiklandschaft sind...
 
Bandmitglieder:
Vincent Linardos (Vocals / Guitar)
Kyriakos Arkoumaneas (Bass / Vocals)
Carlos Ghioulgiouglou (Guitar)
Alex Bograkos (Drums)
 
Empfehlenswerte Songs:
 
Website:
Demerit
 
Label: ----
 
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